Pressemitteilung vom 23.08.2021:

In der Braunschweiger Zeitung erschien Mitte der Woche ein Artikel mit folgender Überschrift: „Pedersens letzte Tennis-Party“ hieß es da – und tatsächlich ist nach den 12. Braunschweig Women’s Open für den Turnierdirektor Schluss. Das hatte er bereits für das Jahr 2020 geplant, doch mit einem durch Corona bedingten Ausfall wollte Freddy Pedersen eine über eine Dekade anhaltende Erfolgsgeschichte nun doch nicht enden lassen. Doch am 29. August zieht der zweifache Familienvater einen Schlussstrich unter die einstige Idee, den Talenten aus der Region Braunschweig und Niedersachsen die Plattform eines Weltranglistenturniers zu bieten.

„Die ersten Turnierjahre hatten wir in Norddeutschland das Alleinstellungsmerkmal mit einem 15.000 Dollar Preisgeld dotiert gewesen zu sein, später mit 25.000 Dollar. Seither hat sich viel getan, es gibt viele Turniere. Ich denke, dass wir insbesondere im Norden Pionierarbeit geleistet haben. Darauf bin ich stolz“, so Pedersen, der durchaus bewegt wirkt, wenn er auf die vergangenen Jahre zurückblickt.

Eine herausragende Qualität seines Turniers war die stete Treue der Sponsoren. Von der ersten Stunde an waren die Braunschweigische Landessparkasse (BLSK) und die Öffentliche Versicherung Braunschweig Partner des Turniers. „Die Nachwuchsförderung in der Region ist etwas, das wir mit Leidenschaft fördern“, erklärte Dr. Ingo Lippmann von der BLSK. Dr. Alexander Tourneau von der Öffentlichen Versicherung ist sich zudem sicher, dass die beim Braunschweiger THC gezeigten Leistungen der Spielerinnen junge Talente motivieren, Tennis auf einem hohen Niveau zu spielen.

Pedersens Plan ist also aufgegangen. In den ersten sechs Jahren gewannen ausschließlich deutsche Spielerinnen die Braunschweig Women’s Open. Angefangen mit Korina „Koko“ Perkovic, die damals zum Team der TennisBase Hannover gehörte. Es folgten Scarlett Werner, die in Braunschweig ein fantastisches Comeback feierte, Dinah Pfizenmaier, Lokalmatadorin Katharina Lehnert, Kristina Barrois und Antonia Lottner.

Mit Jil Teichmann (SUI), Nina Stojanović (SRB) und Magdalena Frech (POL) siegten auch drei Spielerinnen, die inzwischen auf der internationalen Profibühne der WTA sehr gut mithalten. Teichmann zog gerade sensationell ins Finale des WTA-Turniers 1000 in Cincinnati ein.

Bei dem Turnier 2021 steht die beste deutsche Spielerin an Position drei der Setzliste. Katharina Hobgarski ist die Nummer 312 der aktuellen Weltrangliste. Topgesetzt ist die Slowenin und Nummer 273 der Weltrangliste Dalila Jakupovic vor der Argentinierin Marie Lourde Carlé (288). Mit den Zwillingen Yana und Tayisiya Morderger sowie der 19-jährigen Eva Lys standen drei weitere deutsche Talente ohne Qualifikationshürde im 32er Feld. Nicole Rivkin aus der TennisBase Hannover erhielt ebenso eine Wild Card, wie die gebürtige Gifhornerin Anna Klasen, Mara Guth, die wie Rivkin zu dem Porsche Junior Team gehört, und Alexandra Vekic aus dem Porsche Talent Team.

Lena Papadakis, Jantje Tilbürger, Nastasja Schunk und Antonia Schmidt spielten sich erfolgreich durch die Qualifikation. Damit stehen in dem am Dienstag beginnenden Hauptfeld zwölf deutsche Spielerinnen.